Wer sich an warmen Sommerabenden im Freien aufhält, der wird das Problem mit den Mücken kennen. Auch im Schlafzimmer können sie einem den Schlaf rauben. Welche Maßnahmen effektiv gegen Mückenstiche helfen bzw. Mückenstiche vorbeugen, zeigt der folgende Ratgeber. In diesem Jahr hat es vermehrt Fälle einer gefährlichen Infektion einer Wunde gegeben, weil sich ein Mückenstich entzündet hat. Also was tun gegen entzündete Mückenstiche bzw. wie kann man Mückenstiche vorbeugen?

Mückenschutz: Mückenstiche vorbeugen

Mückenstiche können extrem lästig sein. Gerade bei höheren Temperaturen und in Regionen mit Wasserstellen wie Seen oder Flüsse kommt es dabei zu größeren Schwärmen an Stechmücken. Einmal gestochen und der Ärger im Urlaub geht los. Ständiges Kratzen sollte jedoch weniger auf der Urlaubsliste stehen, auch wenn Hilfe gegen Mückenstiche entweder durch Spucke oder Hausmittel auch adhoc zur Verfügung steht, sind sie einfach lästig. Wie man Mückenstiche vorbeugen kann zeigen wir Dir in diesem Ratgeber-Artikel.

Mückenstiche vorbeugen: Richtige Kleidung & Fliegengitter

Wer sich abends im Freien aufhält, sollte bevorzugt zu langärmliger Kleidung greifen. Ideal ist Kleidung, die hell, luftig und leicht ist. Damit lästige Mücken nicht die Nachtruhe stören können, sollten unbedingt Fliegengitter oder Moskitonetze an den Fenstern angebracht werden. Es gibt auch spezielle Insektenschutzrollos. Wer eine Klimaanlage besitzt, sollte diese nachts anlassen, da Mücken diese nicht mögen und fern bleiben. Seid ihr im Urlaub unterwegs und sucht mal wieder Argumente für ein etwas teureres Zimmer mit Klimaanlagen seid ihr beim Stichpunkt „Mückenstiche vorbeugen“ richtig. Denn gerade in tropischen Ländern ist ein Apartment ohne Klimaanlage mehr als ein Indiz für ein verstochenen Körper am nächsten morgen.

Für zuhause bieten sich Fliegengitter vor allem für die Tür an. Empfehlen können wir hier das Instektenschutzgitter von Empasa*. Es ist einfach anzubringen und hilft zuverlässig, Mückenstiche vorzubeugen. Wie? Sie kommen einfach nicht in die Wohnung. Nachts lüften ist hiermit als keine größere Herausforderung mehr und für gute 50€ Amazon* zu bewerkstelligen.

Mückenstiche vorbeugen mit chemischen Hilfen

Mücken werden von unserem Körpergeruch angezogen. Bei manchen Menschen mehr, bei manchen weniger. Um den Mücken den Appetit zu verderben, sollte man vor dem zu Bett gehen zunächst kalt duschen. Danach empfiehlt es sich, unbedeckte Hautstellen mit einem passendem Insektenschutzmittel – aus der Apotheke – einzureiben. Durch dieses Mittel wird die Feuchtigkeit, Temperatur und der Körpergeruch der Haut verändert, was wiederum Mücken und andere Insekten fernhält. Wer sich unsicher ist, welches Mückenschutz-Mittel das beste ist, sollte sich aktuelle Test-Ergebnisse anschauen. Über Test- und Erfahrungsberichte kann man sich einen ersten guten Eindruck verschaffen. Grundsätzlich sollen Mückenschutz-Mittel mit den Wirkstoffen DEET und Icaridin besonders wirksam sein. Auch Zedernöl, Kokosöl oder Eukalyptusöl kann helfen. In der Regel ist die Schutzwirkung von pflanzlichen Ölen aber nicht so lang andauernd, wie es bei den bereits vorgestellten Mitteln der Fall ist.

Extra Tipp: Stiftung Warentest führt regelmäßig einen Insektenschutzmittel-Test durch. Auch darüber können sich Verbraucher bestens informieren. Ich persönlich verwende als Insektenschutzmittel um Mückenstiche vorbeugen zu können im Regelfall das Anti Brumm Forte Amazon*.

Mückenstiche vorbeugen mit UV-Lampen

Viele Mückengeplagte setzen auf UV-Lampen oder auf sogenannte Elektropieper. Diese schneiden im Test leider meistens sehr schlecht ab. Sie können nicht als alleiniger Mückenschutz eingesetzt werden, da sie nicht besonders effektiv sind. Als ergänzendes Hilfsmittel um Mückenstiche vorbeugen zu können sind sie aber durchaus zu empfehlen.

Bakterielle Infektion durch Kratzen

Wenn eine Mücke zusticht, gelangt ein Sekret in die Stichwunde, das örtlich betäubend und blutgerinnungshemmend wirkt. Gegen dieses Sekret schüttet der Körper vermehrt den Botenstoff Histamin im Blut aus. Dieser Stoff löst die Bildung der Quaddeln und den lästigen Juckreiz aus. Was tun wir, wenn die Stelle, auf der Haut uns mit ihrem Juckreiz Qualen bereitet? Wir Kratzen die juckende Haut und führen weitere Entzündungen an der Stelle des Mückenstichs selbst herbei. Durch das Kratzen gelangen nämlich Bakterien, meistens Streptokokken, die vermehrt auf der Hautoberfläche vorkommen, in die Stelle des Einstichs und der Mückenstich entzündet sich.

Keime können ein Lymphödem oder eine Blutvergiftung verursachen

Die Ärzte nehmen an, dass auch Bakterien von den Mücken auf den Menschen übertragen werden. Besonders auf dem Land könnten Mücken Überträger von Bakterien aus den Ausscheidungen von Tieren sein.
Falls die Streptokokken von der Hautoberfläche in den menschlichen Körper gelangen, siedeln sie sich zuerst in den Lymphbahnen an und vermehren sich dort. Sie könnten dort ein sogenanntes Lymphödem ausbilden. Weiter kann es, wenn ein Mückenstich sich entzündet, zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen, wenn die Keime in den Kreislauf des Blutes gelangen, mit weiteren schwerwiegenden Komplikationen.

Entzündete Mückenstiche behandeln – aber wie?

Von einer schwerwiegenden Komplikation sind vor allem ältere Menschen betroffen, die ein geschwächtes Immunsystem haben und an einer Krankheit, zum Beispiel an Diabetes leiden. Junge Menschen erkranken in der Regel eher leicht. Was tun, wenn ein Mückenstich entzündet ist, sich rasch in der Größe ausbreitet, stark gerötet oder heiß wird? In einem solchen Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn Schüttelfrost und Fieber auftreten, sind das die ersten Anzeichen dafür, dass sich eine Infektion über die Blutbahn ausgebreitet hat und der Mückenstich entzündet ist. Der Arzt wird bei einer Infektion mit Streptokokken eine Behandlung mit Penicillin empfehlen.

Wenn weibliche Stechmücken Blut saugen, um sich fortpflanzen zu können, gibt es eine juckende Beule. Wenn es surrt und pikst; gejuckt und gekratzt wird, dann wird gerne Spucke gegen Stiche als ein Klassiker unter den Tipps zur Behandlung angewendet. Doch was taugt Spucke bei Mückenstichen?

Wie entsteht ein Mückenstich?

Bei einem Mückenstich wird Speichel der Stechmücken in die obersten Schichten der Haut abgegeben. Die Weibchen, die Blut zur Entwicklung der Eier und der Fortpflanzung brauchen, saugen das Blut. Im Speichel der Mücke ist Protein enthalten und das verhindert, dass das Blut des Menschen gerinnt und dies erleichtert den Insekten das Blutsaugen.

Der Nutzen der Mücke alarmiert jedoch die Immunabwehr des Menschen. Obwohl es dann schon zu spät ist, werde eine klassische Abwehrreaktion hervorgerufen, sagt Marcus Maurer, der Direktor für Forschung am Klinikum für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité in Berlin ist, in einem Interview.

Histamin? Abwehrreaktion gegen Juckreiz

Er führt weiter aus, dass zur Abwehr der fremden Stoffe vom Immunsystem Zellen ausgeschüttet werden, die den Botenstoff Histamin enthalten, dieser reize die naheliegenden Nervenzellen, die ein Jucksignal ans Gehirn absenden. Histamin provoziere außerdem eine Entzündung, durch die fremde Stoffe abgebaut und Trümmer von Zellen entfernt würden – der Stich schwelle an. Hilft gegen dieses Anschwellen von Mückenstichen und Insektenstichen auch Spucke gegen Stiche?

Hilft Spucke gegen Juckreiz bei Mückenstichen wirklich?

Spucke bei Juckreiz von Mückenstichen hat den Ruf als Allzweckwaffe bei vielen Typen von kleineren Verletzungen. Dabei übt Spucke eine leicht kühlende Wirkung aus, außerdem weist der Speichel einige Stoffe auf, die eine positive Wirkung auf eine Verletzung haben können: Das ist zum einen das Endorphin Opiorphin, das nachweislich eine schmerzstillende Wirkung hat, zahlreiche Enzyme und Antikörper wie z. B. Lysozym oder Immunglobulin A haben eine abtötende Wirkung auf Keime, weiterhin beschleunigt das ebenfalls in der Spucke vorkommende Histatin zusätzlich die Heilung der Wunde. Das ist auch der Grund, weswegen Verletzungen im Mundraum schneller abheilen, als die an der Oberfläche der Haut.

Bedenklich ist nur, dass der Mundraum von zahlreichen Mikroorganismen besiedelt wird, die wiederum Keime in die Wunde einschleusen können. An der Frage, ob Spucke gegen Juckreiz von Mückenstichen tatsächlich als empfehlenswert gilt, scheiden sich die Geister. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. hat Eltern unter anderem davor gewarnt, Spucke bei Mückenstichen anzuwenden, weil der Speichel zu viele Krankheitserreger enthalte. Experten entgegnen jedoch, dass ein Immunsystem, das intakt ist, spielend mit diesen Keimen fertig werde und Spucke gegen Jucken der Stiche helfen sollte.

Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass man keine fremde Spucke bei Mückenstichen anwenden soll, da fremder Speichel, sich wegen der körperfremden Keime ungünstig auswirken könne.

Ob man Spucke gegen Juckreiz und das das Mückengift einsetzen sollte, wird also von der Seite der Wissenschaft in Frage gestellt und wegen des Einbringens der Keime für bedenklich gehalten. Fest steht nur, dass Spucke bei Mückenstichen zeitweilig von Kratzen abhält. Wenn die Spucke gegen Juckreiz nicht hilft, empfehlen wir es zunächst bei adhoc benötigter Hilfe mit Hausmitteln zu versuchen. Generell ist jedoch der Bite Away* das wohl beste Produkt gegen den Juckreiz und auch effektiver als Spucke gegen Juckreiz von Mückenstichen.

Schutz vor einer Entzündung – was tun?

Das Beste, was zum Schutz vor derartigen Infektionen getan werden kann: Nicht an der Haut bei der Stelle des Einstichs kratzen. Kühlende Salben, die den Juckreiz verhindern, können außerdem hilfreich sein. Die Stelle des Einstichs sollte nicht durch das Aufbringen von Spucke gekühlt werden, denn auch der menschliche Speichel könnte Streptokokken enthalten. Beim Anzeichen einer Entzündung den Arzt aufsuchen, damit schnellstmöglich eine geeignete Maßnahme getroffen werden kann.


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