Wer heute in eine Apotheke geht, der wird etliche Präparate mit den verschiedensten Namen vorfinden, die wiederum komplexe Wirkstoffe enthalten. Die meisten dieser chemischen Stoffe werden synthetisch und in großindustriellem Maßstab hergestellt. Die Skepsis bezüglich der Medikamente ist aber groß und wächst. Denn ganz ohne sind die kleinen Pillen nicht. Die Nebenwirkungen können oft schlimmer sein, als das vorangegangene Leiden. Daher werden oft mehrere Medikamente gleichzeitig verschrieben. Viele Menschen wollen wieder auf Medizin aus der Natur setzen. Verständlich, denn was aus der Natur kommt, kann ja wohl nicht schlecht sein.

Naturwirkstoffe sind potent

Die Natur ist durchaus in der Lage gefährliche Chemikalien zu bilden, was sich an Pflanzen wie dem Fingerhut, Eisenhut oder der Tollkirsche zeigt. Doch im Fokus soll hier die Heilwirkung von Pflanzen stehen. Auch hier hat es die Natur geschafft wirksame Stoffe zu bilden. Das haben schon die frühen Kulturen erkannt, oft durch Zufall. Eine der ältesten und wirksamsten Heilpflanzen ist die Cannabispflanze, die im letzten Jahrhundert sehr in Verruf geraten ist. Sie enthält jedoch mehr als 100 Wirkstoffe, die bei verschiedenen Krankheitsbildern helfen können. Das THC ist der Pflanze aber zum Verhängnis geworden. Laut https://cbd360.de/ ist CBD mittlerweile in Deutschland legal erhältlich.

Dieses wird in Form von Ölen, Tinkturen, Salben und Kristallen angeboten. Cannabidiol, wie der Wirkstoff heißt, kann bei Schmerzen, Entzündungen und psychotischen Zuständen helfen. In Kombination mit anderen Wirkstoffen könnte das CBD noch potenter sein, doch hier wird die Forschung zeigen, was die Hanfpflanze wirklich kann. Der größte Teil des Wissens um Heilpflanzen wurde im Mittelalter gesammelt, besonders in Klöstern. Viele der Kräuter werden heute noch verwendet, meist aber als Würzmittel, wie etwa Salbei, Thymian, Rosmarin, Basilikum und Kümmel. Die Liste ist natürlich noch viel länger und sie enthält Pflanzen mit interessanten Wirkstoffen.

Ist Naturmedizin verträglicher?

Ein Grund, warum Menschen vermehrt zur Naturmedizin greifen, ist die angeblich bessere Verträglichkeit. Doch was ist dran an diesem Argument? Pauschal kann dazu keine Aussage getroffen werden, denn ob ein Wirkstoff verträglich ist oder nicht, hängt ganz vom individuellen Organismus ab. Trotzdem empfinden viele Probanden natürliche Wirkstoffe als angenehmer oder weicher. Viele pflanzliche Wirkstoffe sind tatsächlich auch sehr mild, was sich an den Kräutertees sehr gut zeigt. Am Ende ist aber auch die Menge entscheidend. Die milde Wirkung der Naturheilmittel beruht unter anderem auch auf der langsamen Wirkung. Die meisten Wirkstoffe entfalten ihre Wirkung erst nach einigen Tagen oder gar Wochen, wie etwa beim Lavendeltee gegen Schlafstörungen.

Wo bekomme ich die Heilpflanzen und Informationen?

Kräuter, Gräser und andere Heilpflanzen kann man in der Apotheke und in der gut sortierten Drogerie finden. Dort gibt es eine große Auswahl an losen Pflanzenteilen und fertig vorbereiteten Produkten. Besonders Apotheken verfügen auch über exotische und spezielle Präparate, wie etwa Teufelskralle oder Jiaogulan. Praktischerweise kann man sich in der Apotheke auch direkt über die Pflanzen informieren. Auch ist es möglich das passende Kraut zum Krankheitsbild in Erfahrung zu bringen. Doch auch Kräuterbücher und Literatur zur Naturheilkunde gibt Auskunft darüber.

In neuester Zeit ist das Internet zur Anlaufstelle für Informationen zu Kräutern und Heilpflanzen geworden, wo man die jeweiligen Produkte dann auch direkt kaufen kann. Wichtig ist es dabei auf Zertifikate zu achten, denn die Kräuter sollten möglichst rein sein und keine Pestizidrückstände vorweisen. Produkte, die aus Deutschland und der EU vertrieben werden, sind in der Regel aber sicher genießbar. Alles in allem ist die Naturmedizin eine gute Alternative zur herkömmlichen Schulmedizin, sofern die Krankheitsbilder harmlos sind, wie leichte Schmerzen, Schnupfen, kleinere Entzündungen. Beschwerden über längeren Zeitraum sollten aber immer mit einem Arzt geklärt werden.  

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