Mal dringend müssen. Jeder von uns kennt dieses Gefühl und was gäbe man in diesem Moment nicht alles für die Möglichkeit eine Toilette aufzusuchen. Ist dies nicht möglich, sind wir Dank unserer körperlichen Voraussetzungen meist in der Lage, den Reflex des “Wasserlassens” zu unterdrücken, bis wir eine Toilette aufsuchen können.

Allerdings kann das nicht jeder. Inkontinenz kann ein unangenehmes Problem sein unter dem sowohl Frauen als auch Männer leiden. Welche Ursachen dies haben kann, was das im Alltag eigentlich bedeutet und mit welchen Hilfsmitteln ihr trotz nicht kontrollierbarem Harndrang euren Alltag ohne Probleme bestreiten könnt, erfahrt ihr hier.

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tena

Quelle: https://www.tena.de/frauen/ueber-inkontinenz/inkontinenz

Was ist eigentlich Inkontinenz?

Inkontinenz ist der Fachterminus für den unkontrollierten und plötzlichen Harnabgang. Der oder die Betroffene ist nicht in der Lage die Urinabgabe zu kontrollieren, weshalb oftmals nicht die Möglichkeit besteht eine Toilette aufzusuchen bevor es zum Harnabgang kommt.

Betroffen sind davon allein in Deutschland mehrere Millionen Frauen und Männer. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, können allerdings mit etwas Hilfestellung und den richtigen Übungen halbwegs kontrollierbar gemacht werden.

Welche Ursachen gibt es für Inkontinenz?

Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz. Es gibt viele verschiedene Formen des unkontrollierbaren Harndrangs, die wir im Folgenden kurz mit den prägnantesten Ursachen erläutern wollen.

Dranginkontinenz

Bei dieser Form wird der Blase signalisiert, dass sie voll sei. Im Anschluss kommt es zu einer Überaktivität, die den unkontrollierten Harndrang auslöst. Häufig wird diese Form der Inkontinenz bei älteren Menschen festgestellt. Ursache dafür sind oft neurologische Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

Belastungsinkontinenz

Von Belastungsinkontinenz sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer. Der Grund dafür ist, dass bei dieser Form der Inkontinenz die Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigt ist, die bei Frauen in der Regel schwächer ist als bei Männern. Die Belastungsinkontinenz entsteht oft nach Verletzungen der Beckenbodenmuskulatur wie bspw. durch die Geburt eines Kindes.

Mischinkontinenz

Hier liegt eine Verbindung der oben genannten Inkontinenz vor, bei der normalerweise eine der beiden Formen dominiert.

Tröpfel-Inkontinenz

Hiervon wird gesprochen, wenn nach dem Toilettengang weiter Urintropfen austreten, weil die Blase nicht vollständig entleert wurde. Bei Frauen ist hierfür wiederum eine schwach ausgeprägte Beckenbodenmuskulatur verantwortlich, bei Männern dagegen eine vergrößerte Prostata.

Reflexinkontinenz

Diese Form tritt oft bei Nerven- bzw. Rückenmarksschäden auf die dazu führen, dass die Blasenmuskulatur und der Schließmuskel nicht mehr richtig kontrolliert werden können.

Überlaufinkontinenz

Durch eine Verengung der Harnröhre kann der Urin nicht richtig abfließen, was zu einem zu hohen Blasendruck führt, der die Inkontinenz auslöst. Grund dafür sind oft altersbedingte Probleme wie eine Vergrößerung der Prostata oder Steine.

Nykturie

Unter diesem Begriff versteht man den nächtlichen Harndrang bei Erwachsenen, der die Betroffenen oft mehrfach in der Nacht zur Toilette zwingt. Streng genommen ist die Nykturie keine Form der Inkontinenz, da kein Urin unkontrolliert abgeht.

Giggle-Inkontinenz

Diese Form der Inkontinenz kann jeden und jederzeit betreffen. Sie entsteht, wie der Name schon sagt durch plötzliches Lachen, wodurch es zu unkontrolliertem Urinverlust kommen kann.

Was kann ich gegen Inkontinenz unternehmen?

Grundsätzlich gilt: Vor jedweder Behandlung muss eine Diagnose gestellt werden. Es muss zunächst herausgefunden werden, um welche Form der Inkontinenz es sich handelt. Hierzu sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Wurde eine Diagnose gestellt, steht eine weitere Entscheidung an. Bei der Behandlung von Inkontinenz wird nämlich zwischen konservativen Formen der Therapie und operativen Maßnahmen unterschieden.

Operative Maßnahmen gegen Inkontinenz

Bevor Sie eine operative Maßnahme gegen die Inkontinenz in Betracht ziehen, sollten immer zuerst konservative Therapieformen ausprobiert werden. Sollten Sie sich dennoch für eine operative Maßnahme entscheiden, ist eine ausgiebige und vielseitige Beratung durch Ihren Arzt notwendig.

Konservative Therapieformen

  • Änderung der Lebensgewohnheiten: Ist die Inkontinenz aufgrund eines bestimmten Lebensstil entstanden kann es helfen zunächst einige kontraproduktive Gewohnheiten über Bord zu werfen.
  • Urotherapie: Mit einem personalisierten Blasentraining kann die Kontinenz verbessert oder sogar vollständig wiederhergestellt werden. Mithilfe eines Miktionsprotokolls kannst du dein Training genau analysieren und anpassen.
  • Physiotherapie: Bei geschwächter Beckenbodenmuskulatur oder schwachen Schließmuskeln kann mit gezielten Übungen Abhilfe geschaffen werden. Dabei kann dir dein Physiotherapeut helfen die richtigen Übungen herauszufinden.

Diese Hilfsmittel können dich bei der Behandlung unterstützen

Bestimmte Hilfsmittel und Produkte können dir den Alltag mit einer Blasenschwäche erleichtern und ein Stück Lebensqualität zurückgeben.

TENA ist als Dienstleister bereits seit einem halben Jahrhundert weltweit führend im Management von Blasenschwäche und bietet hierzu viele verschiedene Produkte an, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Sowohl für Frauen als auch für Männer werden vielfältige Lösungen angeboten, die den Alltag mit einer Blasenschwäche erleichtern können.

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